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Gefälschtes CORRECTIV-Video: Spuren führen zu russischer Einflusskampagne

Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck / Zur Quelle wechseln

Aktuell wird in einem Video auf X behauptet, CORRECTIV habe eine Kampagne der CDU aufgedeckt, in der die Partei Desinformation über andere Parteien streue. Das Video ist eine Fälschung.

Es hat kaum Reichweite. Die Profile, die die Videos verbreiten, markieren deutsche Medienhäuser in ihren Beiträgen, offenkundig, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. CORRECTIV ist nicht als einziges Medienhaus betroffen, ähnliche Videos kursieren auch mit dem Logo von Bild, Welt, FAZ, Zeit und der Deutschen Welle

Methoden erinnern an pro-russische Desinformationskampagne

Dahinter steckt mutmaßlich eine russische Einflusskampagne – der Name CORRECTIV wurde in ähnlicher Form schon einmal missbraucht, darunter auch die Identität einzelner Mitarbeiter. CORRECTIV hatte in der Vergangenheit immer wieder solche Kampagnen aufgedeckt und diesen dadurch zum Teil auch geschadet.

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Die aktuellen Videos ordnet Antibot4Navalny, eine anonyme Freiwilligengruppe, die pro-russische Desinformation verfolgt, der russischen Kampagne „Matrjoschka“ zu, auch „Operation Overload“ genannt. Wie das EU DisinfoLab einordnet, nutzt diese Einflusskampagne die Strategie, Faktenchecker, Journalistinnen und Medienorganisationen mit Falschmeldungen zu erschöpfen und so kremlfreundliche Narrative zu verstärken.

CORRECTIV war wiederholt Ziel diffamierender Kampagnen

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Bereits im August 2025 wurden ein gefälschtes Video und ein gefälschter Artikel gestreut, die ebenfalls das CORRECTIV-Logo trugen und auf eine aufwändig erstellte Kopie der CORRECTIV-Webseite verlinkten. Das Online-Rechercheprojekt Gnida ordnete die Fakes damals einer weiteren russischen Kampagne, die als „Storm-1516“ bekannt ist, zu. Schon im Jahr 2024 kam es nach CORRECTIV-Recherchen zu russischer Desinformation zu Angriffen gegen unsere Webseite und einem diffamierenden Bericht. 

Russische Einflusskampagnen unterscheiden sich in Strategien, Vorgehensweisen und Zielsetzung, sind aber teilweise auch miteinander verknüpft. Profile, die die Beiträge in Sozialen Netzwerken verbreiten, können Fachleute zum Teil anhand der Akteure dahinter und technischer Daten recht zuverlässig zuordnen.

Redigatur: Max Bernhard

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Author: Gabriele Scherndl

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