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Mehr bundesweite Videoüberwachung durch Polizei
Bei der Bekämpfung von Kriminalität setzt die Polizei zunehmend auf Videoüberwachung. Ermittler berichten von Erfolgen bei der Aufklärung. Wissenschaftler halten den präventiven Nutzen dagegen für begrenzt. Auch Datenschützer üben Kritik.
von Pamela Kaethner
Ein Kamerabaum mit mehr als sechs Kameras steht mitten in einer belebten Einkaufsstraße in Erfurt. Schilder weisen auf die Videoüberwachung hin. Obwohl die Einkaufsmeile ein Kriminalitäts-Hotspot ist, mit durchschnittlich 2100 Straftaten im Jahr, war der Einsatz der Kameras umstritten. So wie in Erfurt sieht es in vielen deutschen Innenstädten aus. Kameras gehören in der Bundesrepublik mittlerweile vielerorts zur Normalität. Das Argument für die Überwachung: mehr Sicherheit.
Doch machen die Kameras die Städte tatsächlich sicherer? Und kann das als solches dargestellte Plus an Sicherheit den Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung rechtfertigen?
CORRECTIV hat in allen Bundesländern nachgefragt, wie sich die Zahl der polizeilich videoüberwachten Orte im öffentlichen Raum in den letzten sechs Jahren entwickelt hat – und Stimmen von Ermittlern, Forschern, Datenschützern und Politikern zum Nutzen und zu Bedenken gegen die Überwachung eingeholt.
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Author: Elena Kolb