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Millionen aus Katar: Wer finanziert die Sicherheitskonferenz?
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz trifft sich die globale Sicherheits-Elite. Ein Teil der Geldgeber ist anonym. Jetzt zeigen CORRECTIV-Recherchen: Eine Millionensumme soll ab 2020 aus Katar geflossen sein.
von Till Eckert
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) kommen derzeit wieder Politik und Rüstungslobby zusammen, um sich zu aktuellen Sicherheitsfragen auszutauschen. Das passiert wie jedes Jahr hauptsächlich hinter verschlossenen Türen: Nach außen dringt traditionell nur, was nach außen dringen soll.
Verschwiegen gibt sich die Konferenzleitung auch bei der Frage nach einem Teil der Geldgeber der Veranstaltung. Grundsätzlich gibt es zwei Finanzströme, aus denen sie finanziert wird. Zum einen sind das Zuwendungen von wechselnden Sponsoren an die gemeinnützige GmbH, diese werden auf der Website offen kommuniziert. Darunter sind neben großen Konzernen auch politische Stiftungen und Bundesministerien.
Zum anderen gibt es Zuwendungen, die als Stammkapital in eine 2018 gegründete Stiftung fließen. Die MSC gliedert sich in den operativen Arm – die gemeinnützige GmbH, welche die Konferenz ausrichtet – und die Stiftung als Finanzierungselement. Öffentlich machen muss die MSC ihre Geldquellen für die Stiftung nicht. Deshalb bleibt die Transparenz hier lückenhaft: Informationen zu Geldgebern kamen in der Vergangenheit erst Jahre später oder durch journalistische Recherchen ans Licht.
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Author: Till Eckert