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NOlympia an Rhein und Ruhr! Erfolgreiche Veranstaltungen im Ruhrgebiet

NOlympia an Rhein und Ruhr! Erfolgreiche Veranstaltungen im Ruhrgebiet

In den vergangenen Tagen fanden in Duisburg, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen vier mit insgesamt rund 130 Menschen gut besuchte Veranstaltungen zur geplanten Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr statt. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und an den lebendigen Diskussionen zu beteiligen.

Zum Auftakt wurde der Film des Pariser Bündnisses „Le revers de la médaille“ gezeigt, der eindrücklich die sozialen Folgen der Olympischen Spiele 2024 in Paris beleuchtet und deutlich macht, was das Bündnis aus 100 verschiedenen Organisationen mit seinen Aktionen bewirken konnte. Im Anschluss berichtete Paul Alauzy, Sprecher des Bündnisses, aus erster Hand über steigende Wohnungsnot, Verdrängung und die Situation marginalisierter Menschen im Zuge der Spiele. In einer offenen Fragerunde ging er ausführlich auf die Fragen des Publikums ein.

Christoph Harting, Olympiasieger im Diskuswurf in Rio de Janeiro 2016 berichtete anschließend aus der Perspektive des Leistungssports über die Wirkung von Olympischen Spielen. Er sprach sich für ein anderes Verfahren für die Bewerbung des DOSB aus, das sich auf eine Stadt beschränkt, machte auf die Missstände im Breiten- wie im Leistungssport aufmerksam und ist gegen Olympia in Berlin oder NRW.

Jörg Detjen von der Initiative NOlympia Colonia benannte konkrete Kritikpunkte an der Olympia-Bewerbung des Landes NRW. Dabei machte er deutlich, dass es sich bei der Olympia-Bewerbung keineswegs um eine „Olympiade der kurzen Wege“ handelt, sondern die Bewerbung bei den Entfernungen noch nicht einmal die Kriterien des DOSB erfüllt. Nach diesen Kriterien sollen die Entfernungen vom Olympischen Dorf zu den Spielstätten nicht mehr als eine Stunde betragen. Das ist zwischen Köln und Dortmund, Gelsenkirchen oder Recklinghausen nicht einzuhalten.

Wolfgang Freye, Fraktionsvorsitzender Die Linke im RVR, hatte vorher schon vorgerechnet, dass die von Ministerpräsident Hendrik Wüst angegebenen Kosten von 4,8 Mrd. Euro ein schlechter Witz sind. In Frankreich betrugen die Kosten offiziell 6,6 Mrd. Euro, tatsächlich waren es nach Paul Alauzy über 13 Mrd. Euro. München rechnet mit mehr als 20 Mrd. Euro.

Die Linke lehnt die Bewerbung von Rhein-Ruhr für Olympia ab. Eine breite öffentliche Debatte ist darüber notwendig, insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Ratsbürgerentscheide. Die Linke wirbt aus den genannten Gründen für ein „Nein“. Dafür würde eigentlich auch reichen, dass in der Frage ausdrücklich nach Zustimmung zu einer Olympiade Rhein-Ruhr „2036, 2040 oder 2044“ gefragt wird. Selbst der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, hat zu 2036 inzwischen Widerspruch geäußert. Denn das wäre genau 100 Jahre nach der Propaganda-Show der Nazis und kann nur schief gehen.

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Quelle: https://www.lokalfoto.com/
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