Nach erneuÂtem EinÂbruch in das eheÂmaÂliÂge PolÂler SchĂĽtÂzenÂhaus forÂdert der Volt-LandÂtagsÂkanÂdiÂdat soforÂtiÂge SicheÂrungsÂmaĂźÂnahÂmen, vollÂstänÂdiÂge TransÂpaÂrenz und eine neue NutÂzung durch einen verÂantÂwortÂliÂchen VerÂein
Köln, 22. Juli 2026 – Nach AngaÂben der St. SebasÂtiaÂnus & Afra SchĂĽtÂzenÂbruÂderÂschaft Köln von 2012 e.V. ist erneut in das eheÂmaÂliÂge SchĂĽtÂzenÂhaus „VILLA Afra“ in Köln-Poll einÂgeÂbroÂchen worÂden. Bereits in der Nacht zum 9. März 2026 hatÂte es dort einen EinÂbruch mit erhebÂliÂchen SachÂbeÂschäÂdiÂgunÂgen gegeÂben. TĂĽren und FensÂter wurÂden aufÂgeÂbroÂchen, InvenÂtar zerÂstört und TeiÂle des GebäuÂdes verÂwĂĽsÂtet.
Dirk BachÂhauÂsen, Volt-DirektÂkanÂdiÂdat fĂĽr die LandÂtagsÂwahl 2027 im WahlÂkreis Köln-ChorÂweiÂler, ĂĽbt scharÂfe KriÂtik am Umgang der Stadt Köln und des zustänÂdiÂgen SportÂamÂtes mit der AnlaÂge. BachÂhauÂsen wurÂde am 11. Juli 2026 als DirektÂkanÂdiÂdat nomiÂniert.
„Was hier geschieht, ist ein Schlag ins Gesicht aller MenÂschen, die sich ehrenÂamtÂlich fĂĽr Sport, GemeinÂschaft und gesellÂschaftÂliÂchen ZusamÂmenÂhalt einÂsetÂzen“, erklärt BachÂhauÂsen. „Die Afra-SchĂĽtÂzen haben ĂĽber JahÂre hinÂweg Zeit, ArbeitsÂkraft, HerzÂblut und eigeÂnes Geld in dieÂse AnlaÂge invesÂtiert. EhrenÂamtÂliÂche haben gepflegt, repaÂriert, orgaÂniÂsiert und VerÂantÂworÂtung ĂĽberÂnomÂmen. NachÂdem ihnen dieÂse VerÂantÂworÂtung entÂzoÂgen wurÂde, schaut die VerÂwalÂtung offenÂbar dabei zu, wie das GelänÂde verÂwilÂdert, verÂmĂĽllt und immer weiÂter beschäÂdigt wird. So behanÂdelt man weder engaÂgierÂte BĂĽrÂgeÂrinÂnen und BĂĽrÂger noch öffentÂliÂches EigenÂtum.“
Nach SchilÂdeÂrunÂgen der SchĂĽtÂzenÂbruÂderÂschaft wuchert auf dem GelänÂde das Unkraut, MĂĽll bleibt lieÂgen, unbeÂfugÂte PerÂsoÂnen verÂschafÂfen sich Zutritt und TeiÂle der AnlaÂge werÂden als SchlafÂstätÂte genutzt. Zugleich solÂlen sich dort immer wieÂder KinÂder und JugendÂliÂche aufÂhalÂten. Damit geht es längst nicht mehr nur um den Erhalt eines GebäuÂdes, sonÂdern auch um eine mögÂliÂche GefährÂdung von MenÂschen und um die SicherÂheit der NachÂbarÂschaft. Die AnwohÂneÂrinÂnen und AnwohÂner seiÂen zunehÂmend genervt und besorgt.
BachÂhauÂsen erklärt dazu:
„Die Stadt kann sich nicht mehr auf UnwisÂsenÂheit, ZustänÂdigÂkeitsÂfraÂgen oder bĂĽroÂkraÂtiÂsche AbläuÂfe beruÂfen. Die ProÂbleÂme sind bekannt. Die EinÂbrĂĽÂche sind bekannt. Der Zustand der AnlaÂge ist bekannt. Wer trotzÂdem keiÂne wirkÂsaÂme SicheÂrung verÂanÂlasst und keiÂne verÂantÂwortÂliÂche NachÂnutÂzung ermögÂlicht, nimmt weiÂteÂre EinÂbrĂĽÂche, VanÂdaÂlisÂmusÂschäÂden und den VerÂlust öffentÂliÂcher WerÂte minÂdesÂtens bilÂliÂgend in Kauf.“
„FĂĽr mich wirkt das nicht mehr wie ein einÂzelÂnes VerÂsäumÂnis. Hier entÂsteht der EinÂdruck eines bewussÂten VerÂkomÂmenÂlasÂsens. Die VerÂwalÂtung muss desÂhalb endÂlich die FraÂge beantÂworÂten, ob der fortÂschreiÂtenÂde VerÂfall am Ende sogar als ArguÂment fĂĽr einen Abriss oder eine endÂgĂĽlÂtiÂge AufÂgaÂbe der AnlaÂge dieÂnen soll. Ă–ffentÂliÂches EigenÂtum erst jahÂreÂlang verÂfalÂlen zu lasÂsen und anschlieÂĂźend zu erkläÂren, eine RetÂtung sei zu teuÂer, wäre ein poliÂtiÂscher SkanÂdal.“
BesonÂders briÂsant ist aus Sicht BachÂhauÂsens, dass die BezirksÂverÂtreÂtung Porz die VerÂwalÂtung bereits beaufÂtragt hatÂte, das nicht mehr zweckÂbeÂstimmt genutzÂte SchĂĽtÂzenÂheim wieÂder an interÂesÂsierÂte SchĂĽtÂzenÂbruÂderÂschafÂten zu verÂmieÂten. Dabei wurÂde die St. SebasÂtiaÂnus & Afra SchĂĽtÂzenÂbruÂderÂschaft ausÂdrĂĽckÂlich als BeiÂspiel genannt.
„Es gibt VerÂeiÂne, die bereit sind, VerÂantÂworÂtung zu ĂĽberÂnehÂmen. Es gibt ehrenÂamtÂlich engaÂgierÂte MenÂschen, die das GelänÂde pfleÂgen, sichern und wieÂder mit Leben fĂĽlÂlen könnÂten. TrotzÂdem lässt die VerÂwalÂtung die AnlaÂge leer steÂhen und weiÂter verÂfalÂlen. Das ist nicht nur wirtÂschaftÂlich unverÂnĂĽnfÂtig. Es ist eine GeringÂschätÂzung des EhrenÂamÂtes und ein verÂantÂworÂtungsÂloÂser Umgang mit öffentÂliÂchem VerÂmöÂgen“, kriÂtiÂsiert BachÂhauÂsen.
Der LandÂtagsÂkanÂdiÂdat forÂdert vom SportÂamt und von der KölÂner StadtÂverÂwalÂtung unverÂzĂĽgÂliÂche MaĂźÂnahÂmen:
Die VILLA Afra und das gesamÂte GelänÂde mĂĽsÂsen sofort fachÂgeÂrecht gesiÂchert werÂden. Die Stadt muss offenÂleÂgen, welÂche GefahÂren- und RisiÂkoÂbeÂwerÂtunÂgen durchÂgeÂfĂĽhrt wurÂden und welÂche ErkenntÂnisÂse ĂĽber den bauÂliÂchen Zustand vorÂlieÂgen. MĂĽll und gefährÂliÂcher Bewuchs sind zu beseiÂtiÂgen. SämtÂliÂche seit der AufÂgaÂbe der betreuÂten NutÂzung entÂstanÂdeÂnen SchäÂden und FolÂgeÂkosÂten mĂĽsÂsen transÂpaÂrent dokuÂmenÂtiert werÂden.
Zudem verÂlangt BachÂhauÂsen ein verÂbindÂliÂches VerÂfahÂren fĂĽr die zukĂĽnfÂtiÂge NutÂzung der AnlaÂge. GemeinÂnĂĽtÂziÂge VerÂeiÂne und OrgaÂniÂsaÂtioÂnen, die bereit und fachÂlich in der Lage sind, das GebäuÂde zu betreuÂen, zu pfleÂgen und zu erhalÂten, mĂĽsÂsen eine faiÂre und reaÂlisÂtiÂsche ChanÂce erhalÂten.
„Die entÂscheiÂdenÂde FraÂge lauÂtet: Wann gibt die Stadt dieÂses GebäuÂde endÂlich wieÂder in die HänÂde von MenÂschen, die VerÂantÂworÂtung ĂĽberÂnehÂmen wolÂlen? EhrenÂamtÂliÂche VerÂeiÂne sind keiÂne läsÂtiÂgen BittÂstelÂler. Sie leisÂten Arbeit, die eine StadtÂverÂwalÂtung weder perÂsoÂnell noch finanÂziÂell selbst erbrinÂgen könnÂte. Wer dieÂses EngaÂgeÂment zurĂĽckÂweist und anschlieÂĂźend den VerÂfall beklagt, hanÂdelt respektÂlos und gegen die InterÂesÂsen der SteuÂerÂzahÂleÂrinÂnen und SteuÂerÂzahÂler.“
BachÂhauÂsen forÂdert auĂźerÂdem eine öffentÂliÂche StelÂlungÂnahÂme des SportÂamÂtes zu folÂgenÂden FraÂgen:
Wann wurÂde die AnlaÂge zuletzt vollÂstänÂdig konÂtrolÂliert?
WelÂche konÂkreÂten SicheÂrungsÂmaĂźÂnahÂmen wurÂden nach den bisÂheÂriÂgen EinÂbrĂĽÂchen verÂanÂlasst?
WelÂche SchäÂden und KosÂten sind seit dem Ende der regelÂmäÂĂźiÂgen BetreuÂung entÂstanÂden?
WarÂum wurÂde bisÂlang keiÂne neue NutÂzung durch einen geeigÂneÂten VerÂein ermögÂlicht?
WelÂche PläÂne verÂfolgt die Stadt Köln tatÂsächÂlich mit dem GebäuÂde und dem GrundÂstĂĽck?
„Die VerÂwalÂtung muss jetzt hanÂdeln – nicht nach dem nächsÂten EinÂbruch, nicht nach einem Unfall und nicht erst dann, wenn das GebäuÂde endÂgĂĽlÂtig zerÂstört ist“, erklärt BachÂhauÂsen abschlieÂĂźend. „Die VILLA Afra braucht SicherÂheit, PfleÂge und eine Zukunft. Köln braucht eine VerÂwalÂtung, die EhrenÂamt unterÂstĂĽtzt, statt es mit FĂĽĂźen zu treÂten. Und die BĂĽrÂgeÂrinÂnen und BĂĽrÂger haben ein Recht darÂauf, dass mit ihrem EigenÂtum und ihrem Geld verÂantÂworÂtungsÂvoll umgeÂganÂgen wird.“
