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title: "Stadt Köln tritt das Ehrenamt mit Füßen und lässt die Villa Afra bewusst verkommen"
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date: 2026-07-22
modified: 2026-07-22
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Nach erneutem Einbruch in das ehemalige Poller Schützenhaus fordert der Volt-Landtagskandidat sofortige Sicherungsmaßnahmen, vollständige Transparenz und eine neue Nutzung durch einen verantwortlichen Verein Köln, 22. Juli 2026 – Nach Angaben..."
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# Stadt Köln tritt das Ehrenamt mit Füßen und lässt die Villa Afra bewusst verkommen

**Nach erneutem Einbruch in das ehemalige Poller Schützenhaus fordert der Volt-Landtagskandidat sofortige Sicherungsmaßnahmen, vollständige Transparenz und eine neue Nutzung durch einen verantwortlichen Verein**

Köln, 22. Juli 2026 – Nach Angaben der St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft Köln von 2012 e.V. ist erneut in das ehemalige Schützenhaus „VILLA Afra“ in Köln-Poll eingebrochen worden. Bereits in der Nacht zum 9. März 2026 hatte es dort einen Einbruch mit erheblichen Sachbeschädigungen gegeben. Türen und Fenster wurden aufgebrochen, Inventar zerstört und Teile des Gebäudes verwüstet.

Dirk Bachhausen, Volt-Direktkandidat für die Landtagswahl 2027 im Wahlkreis Köln-Chorweiler, übt scharfe Kritik am Umgang der Stadt Köln und des zuständigen Sportamtes mit der Anlage. Bachhausen wurde am 11. Juli 2026 als Direktkandidat nominiert.

„Was hier geschieht, ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich ehrenamtlich für Sport, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen“, erklärt Bachhausen. „Die Afra-Schützen haben über Jahre hinweg Zeit, Arbeitskraft, Herzblut und eigenes Geld in diese Anlage investiert. Ehrenamtliche haben gepflegt, repariert, organisiert und Verantwortung übernommen. Nachdem ihnen diese Verantwortung entzogen wurde, schaut die Verwaltung offenbar dabei zu, wie das Gelände verwildert, vermüllt und immer weiter beschädigt wird. So behandelt man weder engagierte Bürgerinnen und Bürger noch öffentliches Eigentum.“

Nach Schilderungen der Schützenbruderschaft wuchert auf dem Gelände das Unkraut, Müll bleibt liegen, unbefugte Personen verschaffen sich Zutritt und Teile der Anlage werden als Schlafstätte genutzt. Zugleich sollen sich dort immer wieder Kinder und Jugendliche aufhalten. Damit geht es längst nicht mehr nur um den Erhalt eines Gebäudes, sondern auch um eine mögliche Gefährdung von Menschen und um die Sicherheit der Nachbarschaft. Die Anwohnerinnen und Anwohner seien zunehmend genervt und besorgt.

Bachhausen erklärt dazu:

„Die Stadt kann sich nicht mehr auf Unwissenheit, Zuständigkeitsfragen oder bürokratische Abläufe berufen. Die Probleme sind bekannt. Die Einbrüche sind bekannt. Der Zustand der Anlage ist bekannt. Wer trotzdem keine wirksame Sicherung veranlasst und keine verantwortliche Nachnutzung ermöglicht, nimmt weitere Einbrüche, Vandalismusschäden und den Verlust öffentlicher Werte mindestens billigend in Kauf.“

„Für mich wirkt das nicht mehr wie ein einzelnes Versäumnis. Hier entsteht der Eindruck eines bewussten Verkommenlassens. Die Verwaltung muss deshalb endlich die Frage beantworten, ob der fortschreitende Verfall am Ende sogar als Argument für einen Abriss oder eine endgültige Aufgabe der Anlage dienen soll. Öffentliches Eigentum erst jahrelang verfallen zu lassen und anschließend zu erklären, eine Rettung sei zu teuer, wäre ein politischer Skandal.“

Besonders brisant ist aus Sicht Bachhausens, dass die Bezirksvertretung Porz die Verwaltung bereits beauftragt hatte, das nicht mehr zweckbestimmt genutzte Schützenheim wieder an interessierte Schützenbruderschaften zu vermieten. Dabei wurde die St. Sebastianus & Afra Schützenbruderschaft ausdrücklich als Beispiel genannt.

„Es gibt Vereine, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Es gibt ehrenamtlich engagierte Menschen, die das Gelände pflegen, sichern und wieder mit Leben füllen könnten. Trotzdem lässt die Verwaltung die Anlage leer stehen und weiter verfallen. Das ist nicht nur wirtschaftlich unvernünftig. Es ist eine Geringschätzung des Ehrenamtes und ein verantwortungsloser Umgang mit öffentlichem Vermögen“, kritisiert Bachhausen.

Der Landtagskandidat fordert vom Sportamt und von der Kölner Stadtverwaltung unverzügliche Maßnahmen:

Die VILLA Afra und das gesamte Gelände müssen sofort fachgerecht gesichert werden. Die Stadt muss offenlegen, welche Gefahren- und Risikobewertungen durchgeführt wurden und welche Erkenntnisse über den baulichen Zustand vorliegen. Müll und gefährlicher Bewuchs sind zu beseitigen. Sämtliche seit der Aufgabe der betreuten Nutzung entstandenen Schäden und Folgekosten müssen transparent dokumentiert werden.

Zudem verlangt Bachhausen ein verbindliches Verfahren für die zukünftige Nutzung der Anlage. Gemeinnützige Vereine und Organisationen, die bereit und fachlich in der Lage sind, das Gebäude zu betreuen, zu pflegen und zu erhalten, müssen eine faire und realistische Chance erhalten.

„Die entscheidende Frage lautet: Wann gibt die Stadt dieses Gebäude endlich wieder in die Hände von Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen? Ehrenamtliche Vereine sind keine lästigen Bittsteller. Sie leisten Arbeit, die eine Stadtverwaltung weder personell noch finanziell selbst erbringen könnte. Wer dieses Engagement zurückweist und anschließend den Verfall beklagt, handelt respektlos und gegen die Interessen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“

Bachhausen fordert außerdem eine öffentliche Stellungnahme des Sportamtes zu folgenden Fragen:

Wann wurde die Anlage zuletzt vollständig kontrolliert?
Welche konkreten Sicherungsmaßnahmen wurden nach den bisherigen Einbrüchen veranlasst?
Welche Schäden und Kosten sind seit dem Ende der regelmäßigen Betreuung entstanden?
Warum wurde bislang keine neue Nutzung durch einen geeigneten Verein ermöglicht?
Welche Pläne verfolgt die Stadt Köln tatsächlich mit dem Gebäude und dem Grundstück?

„Die Verwaltung muss jetzt handeln – nicht nach dem nächsten Einbruch, nicht nach einem Unfall und nicht erst dann, wenn das Gebäude endgültig zerstört ist“, erklärt Bachhausen abschließend. „Die VILLA Afra braucht Sicherheit, Pflege und eine Zukunft. Köln braucht eine Verwaltung, die Ehrenamt unterstützt, statt es mit Füßen zu treten. Und die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, dass mit ihrem Eigentum und ihrem Geld verantwortungsvoll umgegangen wird.“