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Ein Platz für Dirk Bach – genau am richtigen Ort

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Am 1. Oktober war die feierliche Einweihung des Dirk-Bach-Platzes vor dem Kölner Schauspielhaus. Es war ein bewegender Abend, bei dem schnell deutlich wurde: Hier ging es um weit mehr als um die Enthüllung eines Straßenschildes.

Trotz des ungemütlichen Wetters waren zahlreiche Menschen gekommen. Freundinnen und Freunde, frühere Weggefährten, Kulturschaffende, Vertreterinnen und Vertreter der queeren Community sowie viele Kölnerinnen und Kölner erinnerten gemeinsam an Dirk Bach. Eingeladen hatten die Aidshilfe Köln und das Centrum Schwule Geschichte. Mit persönlichen Reden, Musik und Erinnerungen würdigten sie den beliebten Schauspieler, Komiker, Moderator und Aktivisten – genau 14 Jahre nach seinem Tod.

Unter den Gästen und Mitwirkenden waren unter anderem Georg Uecker und Ralph Morgenstern. Sie erinnerten nicht nur an den bekannten Künstler Dirk Bach, sondern vor allem an den Menschen hinter der öffentlichen Figur: an seinen Humor, seine Wärme, seine Energie und seine klare Haltung.

Es wurde erzählt, gelacht und zugleich spürbar, wie sehr Dirk Bach auch heute noch fehlt. Gerade diese Mischung aus Fröhlichkeit und Wehmut war vermutlich die schönste Art, an ihn zu erinnern.

Ein Theatermann bekommt seinen Platz am Theater

Der Ort für diese Ehrung könnte kaum passender sein. Dirk Bach war nicht nur der große Fernsehunterhalter, den Millionen Menschen kannten. Seine künstlerischen Wurzeln lagen auf der Bühne. Seine ersten Bühnenschritte machte er damals beim Kulturschock – jenem Ensemble, dem ich selbst bis heute angehöre. Diese gemeinsame Verbindung macht die Einweihung für mich auch persönlich zu einem ganz besonderen Ereignis.

Bereits 1978 debütierte Dirk Bach am Schauspiel Köln, später gehörte er zum Ensemble des Hauses. Nun trägt der Platz unmittelbar am Schauspielhaus seinen Namen.

Ein Theatermann bekommt seinen Platz am Theater. Ein Kölner bekommt seinen Platz mitten in Köln. Genau dort gehört Dirk Bach hin.

Für die queere Community besitzt diese Würdigung noch eine weitere Bedeutung. Dirk Bach lebte offen und selbstverständlich als schwuler Mann. Er setzte sich für die Rechte homosexueller Menschen und mit großer Leidenschaft für den Kampf gegen HIV und Aids ein. Er versteckte sich nicht und schuf damit Sichtbarkeit in einer Zeit, in der ein offenes queeres Leben noch längst nicht selbstverständlich war.

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Als jemand, der sich selbst seit vielen Jahren für queere Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz engagiert, war dieser Abend für mich deshalb besonders bewegend.

Ein langer Weg bis zum Dirk-Bach-Platz

Der Weg zu diesem Platz war lang. Bereits 2021 hatten die Aidshilfe Köln und das Centrum Schwule Geschichte vorgeschlagen, den Platz nach Dirk Bach zu benennen. Die Bezirksvertretung Innenstadt griff den Vorschlag auf und beschloss 2022 die Benennung.

Was eigentlich eine selbstverständliche und schöne Würdigung hätte sein können, entwickelte sich anschließend zu einem grundsätzlichen Streit über die Zuständigkeiten von Bezirksvertretung und Rat. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigte schließlich im Januar 2025, dass die Bezirksvertretung Innenstadt für die Benennung des bislang namenlosen Platzes zuständig ist. Damit wurde zugleich klargestellt, dass die gewählten Bezirksvertretungen bei örtlichen Angelegenheiten eigene und ernst zu nehmende Entscheidungsrechte besitzen.

Auch diese kommunalpolitische Auseinandersetzung gehört zur Geschichte des Dirk-Bach-Platzes. Bei der feierlichen Einweihung durfte sie jedoch für einen Moment in den Hintergrund treten.

Als der Name „Dirk-Bach-Platz“ vor dem hell erleuchteten Schauspielhaus sichtbar wurde, ging es nicht mehr um Zuständigkeiten, Beschlüsse oder Gerichtsentscheidungen. Es ging um einen Menschen.

Um einen Künstler, der Köln geprägt hat.

Um einen offen schwulen Mann, der Haltung gezeigt und anderen Mut gemacht hat.

Und um einen Menschen, der unglaublich viel Freude verbreitete und an den sich noch immer sehr viele Menschen mit großer Zuneigung erinnern.

Köln hat Dirk Bach nicht einfach nur einen Platz gewidmet. An diesem Abend war zu spüren, warum er diesen Platz verdient hat.

Sein Name gehört nun dauerhaft zum Kölner Stadtbild:

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Dirk-Bach-Platz. Direkt am Schauspielhaus. Genau da gehört er hin.

Dirk Bachhausen

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