Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Gestern, am 22. Juli 2026, fand im Café

Gestern, am 22. Juli 2026, fand im Café Bach eine Diskussionsveranstaltung im Zusammenhang mit dem Artikel „CSD ist keine Anstandsschau – und schon gar keine Bühne für Ausgrenzung“ statt.

Ich war dort als Diskussionsteilnehmer zu Gast. Seit rund 30 Jahren stehe ich als Travestiekünstler auf der Bühne. Gleichzeitig bin ich auch in der Fetisch-Community zu Hause. Deshalb betrachte ich diese Debatte aus beiden Perspektiven.

Leider ist Ken Reise nicht zu der Veranstaltung erschienen. Dadurch konnten wir nicht im direkten Gespräch klären, wie es zu seinen Aussagen und seiner Haltung gekommen ist und weshalb dadurch der Eindruck entsteht, Travestie habe auf einem CSD mehr Berechtigung als die sichtbare Präsenz von Menschen aus der Fetisch-Community. Das bedauere ich sehr.

Gerade deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir innerhalb unserer Community mehr miteinander und weniger übereinander sprechen müssen. Ein CSD lebt von der Vielfalt queeren Lebens. Travestie, Drag, Leder, Fetisch und andere Formen queerer Sichtbarkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Trotz des fehlenden Gegenübers war es für mich ein sehr schöner und bereichernder Abend. Ich konnte viele offene, respektvolle und anregende Gespräche führen – unter anderem mit dem amtierenden Mr. Fetisch Europe.

Mein Fazit: Sichtbarkeit ist kein Wettbewerb. Unsere Community wird nicht schwächer, wenn wir einander Raum geben. Sie wird dadurch stärker.

Mission News Theme by Compete Themes.