Dirk Bachhausen fordert einen Kassensturz und das Aus für unbezahlbare Prestigeprojekte
Köln, 2. September 2026 – Der Entwurf für den Kölner Doppelhaushalt 2027/2028 erreicht eine bislang unbekannte Größenordnung. Erstmals überschreiten die jährlichen Ausgaben die Marke von sieben Milliarden Euro: Für 2027 sind 7,15 Milliarden Euro vorgesehen, für 2028 bereits 7,49 Milliarden Euro.
Gleichzeitig plant Köln für 2027 mit einem Verlust von rund 811 Millionen Euro und für 2028 mit weiteren 931,4 Millionen Euro. Innerhalb von nur zwei Jahren entsteht damit ein Defizit von insgesamt etwa 1,74 Milliarden Euro. Für 2029 wird bereits mit einem Fehlbetrag von 998,1 Millionen Euro gerechnet. In der mittelfristigen Planung summieren sich die erwarteten Verluste innerhalb von fünf Jahren auf 4,4 Milliarden Euro.
Für Dirk Bachhausen, Landtagskandidat von Volt im Wahlkreis Köln IV, sind diese Zahlen ein unüberhörbares Alarmsignal:
„Ein Defizit von fast einer Milliarde Euro pro Jahr ist keine vorübergehende Haushaltsdelle, sondern eine existenzielle Bedrohung für die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Stadt. Wir können nicht immer neue Schulden aufnehmen, den Haushalt weiter aufblasen und gleichzeitig so tun, als könnten wir uns jedes politische Prestigeprojekt leisten.“
Sollten die Prognosen eintreten, könnte Köln nach Angaben der Kämmerin ab 2032 kein Eigenkapital mehr besitzen und bilanziell überschuldet sein. Zugleich könnte der Bedarf an Liquiditätskrediten von derzeit rund 2,38 Milliarden Euro auf 7,03 Milliarden Euro im Jahr 2031 steigen. Auch die jährliche Zinsbelastung droht sich zu vervielfachen.
„Kredite lösen keine strukturellen Probleme. Sie verschieben die Rechnung in die Zukunft und machen sie durch steigende Zinsen noch teurer. Zahlen müssen diese Rechnung am Ende unsere Kinder und Enkel – oder die Bürgerinnen und Bürger durch höhere Gebühren und schlechtere Leistungen“, warnt Bachhausen.
https://www.bachhausen.de/fast-eine-milliarde-euro-minus-koeln-muss-raus-aus-dem-groessenwahn/