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Frei flottende E-Scooter müssen aus der Stadt verschwinden

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Die neuen Unfallzahlen bestätigen, was viele Menschen auf Gehwegen längst erleben: Das derzeitige E-Scooter-System ist gefährlich, ungeordnet und politisch nicht länger hinnehmbar.

Die aktuellen Zahlen zu E-Scooter-Unfällen sind ein Warnsignal. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 16.500 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden registriert. 38 Menschen kamen ums Leben. Das sind mehr als 40 Prozent mehr Todesfälle als im Vorjahr. Rund 1.900 Menschen wurden schwer verletzt, mehr als 16.000 leicht verletzt.

Für mich ist damit klar: Die frei flottenden Leih-E-Scooter müssen aus der Stadt verschwinden.

Das ist keine pauschale Absage an moderne Mobilität. Im Gegenteil: Städte brauchen gute, klimafreundliche, flexible und bezahlbare Alternativen zum Auto. Aber Mobilität darf nicht bedeuten, dass Gehwege zugestellt, Menschen gefährdet und Nutzerinnen und Nutzer einem System überlassen werden, das offenkundig zu viele Risiken produziert.

E-Scooter werden häufig als unkomplizierte Lösung verkauft: App öffnen, losfahren, irgendwo abstellen. Genau dieses „Irgendwo“ ist aber Teil des Problems. Auf Bürgersteigen stehen Roller quer im Weg, blockieren Engstellen, gefährden ältere Menschen, Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie Menschen mit Sehbehinderung. Wer auf freie, sichere Gehwege angewiesen ist, erlebt E-Scooter nicht als Fortschritt, sondern als Hindernis.

Hinzu kommt: Die Gefahr betrifft nicht nur Fußgängerinnen und Fußgänger. Die Unfallzahlen zeigen auch, dass E-Scooter für ihre Nutzerinnen und Nutzer selbst gefährlich sind. Viele Unfälle sind Stürze ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs. Besonders betroffen sind junge Menschen. Auch Alkohol, falsche Nutzung von Gehwegen oder Fahrbahnen und nicht angepasste Geschwindigkeit spielen bei vielen Unfällen eine Rolle.

Als Landtagskandidat von Volt sage ich deutlich: Diese Zahlen bestätigen, dass wir beim Thema E-Scooter nicht länger wegschauen dürfen. Die bisherige Regulierung reicht nicht aus. Es genügt nicht, auf freiwillige Regeln, kleine Bußgelder oder die Eigenverantwortung der Anbieter zu setzen. Wenn ein Verkehrsmittel in der Praxis regelmäßig Gehwege blockiert, gefährliche Situationen verursacht und immer häufiger zu schweren Verletzungen führt, muss Politik handeln.

Die Konsequenz muss lauten: Schluss mit dem frei flottenden System im öffentlichen Raum.

Wer E-Scooter weiterhin ermöglichen will, muss sie streng regulieren. Dazu gehören feste Abstellzonen, konsequente Kontrollen, klare Haftung der Anbieter und wirksame Sanktionen bei Verstößen. Wo das nicht zuverlässig funktioniert, dürfen frei flottende Leih-E-Scooter nicht weiter Teil des Stadtbildes sein. Öffentlicher Raum ist kein kostenloses Lager für private Geschäftsmodelle.

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Volt steht für moderne Mobilität. Aber moderne Mobilität ist nicht beliebig. Sie muss sicher, fair, zugänglich und stadtverträglich sein. Frei flottende E-Scooter erfüllen diesen Anspruch derzeit nicht.

Deshalb ist meine Position klar: E-Scooter dürfen nicht länger unkontrolliert auf Bürgersteigen stehen, herumliegen und zur Gefahr werden. Die frei flottenden Leihsysteme müssen aus der Stadt verschwinden. Mobilität der Zukunft braucht Regeln, Verantwortung und Respekt vor dem öffentlichen Raum.

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