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Offener Brief an Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder

Offener Brief    

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler a.D., lieber Gerhard Schröder,

von unserer Stadt Köln ging gestern ein Signal des Friedens aus: Bis zu 250.000 Menschen haben gegen den grauenhaften, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Ukraine demonstriert, für Frieden und gegen den Kriegstreiber Putin. Auch wir als KölnSPD waren dort zahlreich vertreten.

Als SPD erkennbar, sind wir immer wieder angesprochen worden: Auf deine Verbindung zum Aggressor Wladimir Putin, auf dein aktuelles Engagement bei Rosneft, Gazprom sowie den Nord Stream Pipelines, aber auch auf ältere Aussagen wie jener von Putin als „lupenreinem Demokraten“ oder deiner Relativierung der Ursachen für den Angriff Putins auf die Ukraine.

Wir distanzieren uns hiervon in aller Deutlichkeit und unterstreichen die Aufforderungen unserer beiden Parteivorsitzenden an dich nachdrücklich:

Mit einem Aggressor, mit einem Kriegstreiber wie Putin macht man keine Geschäfte. Als Bundeskanzler a.D. handelt man nie komplett privat. Schon gar nicht in einer Situation wie der jetzigen. Es ist deswegen überfällig, die geschäftlichen Beziehungen zu Putin zu beenden. Das erwarte ich unmissverständlich. (Lars Klingbeil)

Rosneft und Gazprom sind nun Infrastruktur eines blutigen Angriffskrieges. Mit seinen dortigen Mandaten schadet Gerhard Schröder dem Ansehen Deutschlands und der Sozialdemokratie. Geschäfte mit einem Kriegstreiber sind der Rolle eines Altkanzlers unvereinbar. (Saskia Esken)

Mit den heutigen massiven Angriffen auf zivile Ziele unter anderem in Kiew und Charkiw hat deine lange überfällige Distanzierung von Putins Regime eine ultimative Dringlichkeit erreicht – unausweichlich war sie schon lange. Wer unter diesen Umständen noch die Loyalität zum Präsidenten Russlands hält, hat mit unserem Verständnis sozialdemokratischer Werte nichts mehr zu tun.

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Als größter Unterbezirk der SPD fordern wir dich unmissverständlich und unverzüglich auf, deine Mandate und Positionen niederzulegen und deine privaten geschäftlichen Beziehungen zu russischen Firmen aufzugeben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Jäger
Vorsitzende der KölnSPD
im Namen der KölnSPD

 

Original-Brief:

Brief_an_Gerhard_Schr__der_Bundeskanzler_a.D_

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