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Schulen zuerst: Köln mus in Kinder investieren

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Köln steht vor schwierigen Haushaltsentscheidungen. Das ist unbestritten. Aber gerade in solchen Momenten zeigt sich, welche Prioritäten Politik wirklich setzt. Für mich ist klar: Schulen, ausreichend Platz und die Lernqualität unserer Kinder müssen in jedem Fall oberste Priorität haben.

Wenn nun ausgerechnet beim Schulbau gespart werden soll, ist höchste Wachsamkeit geboten. Denn marode Gebäude, fehlende Räume, provisorische Container, überlastete Standorte und jahrelange Verzögerungen sind keine abstrakten Verwaltungsthemen. Sie bestimmen jeden Tag, unter welchen Bedingungen Kinder lernen, Lehrkräfte arbeiten und Familien Vertrauen in diese Stadt haben können. Der Ausgangsbericht macht deutlich: Der Sanierungsstau bleibt enorm, während gleichzeitig über kostengünstigere Schulbauprojekte diskutiert wird.

Natürlich muss Köln besser, effizienter und planbarer bauen. Niemand kann ernsthaft wollen, dass einzelne Schulprojekte immer neue Kostenrekorde brechen. Wenn Schulbauten Hunderte Millionen Euro kosten, dann muss die Stadt genauer hinschauen: Wer profitiert eigentlich von solchen Modellen? Welche Verträge machen Köln abhängig? Wo entstehen vermeidbare Mehrkosten? Und warum schaffen wir es nicht, gute Schulen schneller, standardisierter und günstiger zu bauen?

Aber die Antwort darauf darf niemals lauten: weniger Qualität für Kinder.

Es darf nicht das Ziel sein, bei Schülerinnen und Schülern zu sparen, während Bauunternehmen, Investoren oder externe Projektstrukturen am Ende die großen Gewinner sind. Kostenkontrolle ist richtig. Verschwendung zu stoppen ist richtig. Aber Sparen am Raum, an der Ausstattung, an der pädagogischen Qualität und an der Zukunft der Kinder ist falsch.

Köln braucht keine Schulen als Prestigeobjekte. Aber Köln braucht Schulen, in denen Kinder gut lernen können: mit ausreichend Räumen, funktionierenden Mensen, brauchbaren Sanitäranlagen, zeitgemäßer Technik, guter Luft, Schutz vor Hitze, Barrierefreiheit, sicheren Schulwegen und Platz für Ganztag. Das ist kein Luxus. Das ist die Grundlage einer gerechten Stadt.

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Besonders absurd wird die Debatte, wenn gleichzeitig viel politische Energie und öffentliches Geld in die Olympia-Bewerbung fließen. Köln hat sich im Ratsbürgerentscheid mit 57,39 Prozent für die Teilnahme an der Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 ausgesprochen; zuvor hatte die Stadt die Kosten der Durchführung des Ratsbürgerentscheids auf rund 2,492 Millionen Euro geschätzt, wovon 85 Prozent vom Land NRW übernommen werden sollten.

Olympia mag für manche ein Traum sein. Für viele Eltern ist der dringendere Traum aber viel bodenständiger: ein Klassenraum, der nicht überfüllt ist. Eine Schule, die nicht seit Jahren auf Sanierung wartet. Ein Ganztagsplatz, der nicht nur auf dem Papier existiert. Eine Mensa, die groß genug ist. Ein Schulgebäude, in dem Lernen nicht trotz, sondern wegen der Bedingungen gelingt.

Wer in dieser Lage sagt, bei Schulen müsse nun der Rotstift angesetzt werden, während für Großprojekte und politische Schaufenster weiterhin Aufmerksamkeit, Personal und Geld mobilisiert werden, darf sich über eines nicht wundern: dass immer mehr Menschen das Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren.
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Denn Vertrauen entsteht nicht durch große Versprechen. Vertrauen entsteht, wenn Politik sichtbar das Richtige zuerst tut.

Volt setzt sich deshalb dafür ein, dass in Köln mehr für Kinder getan wird – nicht weniger. Wir brauchen einen Schulbau, der schneller, transparenter und wirtschaftlicher wird. Wir brauchen klare Standards, bessere Projektsteuerung und weniger Abhängigkeit von teuren Sonderlösungen. Wir brauchen eine Verwaltung, die Sanierungen und Neubauten zuverlässig umsetzt. Und wir brauchen eine politische Kultur, die nicht erst dann reagiert, wenn Eltern, Schulen und Lehrkräfte längst am Limit sind.

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Köln kann sparen, ohne bei Kindern zu sparen. Köln kann effizienter bauen, ohne Lernqualität zu verschlechtern. Köln kann Verträge besser kontrollieren, ohne Schulprojekte auszubremsen. Aber Köln darf nicht den Fehler machen, die Kostenkrise auf dem Rücken derjenigen auszutragen, die am wenigsten dafür können.

Die Priorität muss klar sein: Erst die Schulen. Erst die Kinder. Erst die Zukunft dieser Stadt.

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