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WLAN für Kölns Schulen: Digitalisierung muss schneller gehen und besser werden

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Köln bringt die Modernisierung der schulischen WLAN-Infrastruktur voran. Die Stadt hat einen Rahmenvertrag über die Lieferung, Installation und Wartung von WLAN-Netzkomponenten ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 26. November 2026. Das ist ein wichtiger Schritt. Entscheidend wird jedoch sein, wann die Verbesserungen tatsächlich in den Klassenzimmern ankommen.

Vorgesehen ist die Ausstattung oder Modernisierung von bis zu 180 Kölner Schulen über die Vertragslaufzeit, davon bis zu 80 innerhalb eines Jahres. Auch WLAN-Ausleuchtungen und spätere Ergänzungen gehören zum Leistungsumfang. Dabei wird geprüft, wie sich ein Gebäude zuverlässig mit WLAN versorgen lässt.

Ich begrüße, dass Köln diese Aufgabe angeht. Aber eine Ausschreibung allein verbessert noch keinen Unterricht. Ob die Digitalisierung gelingt, zeigt sich daran, ob Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler die Technik im Alltag zuverlässig nutzen können.

Die Formulierung „bis zu 80 Schulen innerhalb eines Jahres“ beschreibt eine mögliche Größenordnung. Sie ist noch keine Zusage, dass tatsächlich 80 Schulen in diesem Zeitraum fertig werden. Deshalb braucht es nach der Vergabe einen verbindlichen und öffentlich nachvollziehbaren Umsetzungsplan: Welche Schulen kommen wann an die Reihe? Nach welchen Kriterien wird priorisiert? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn Termine nicht eingehalten werden?

Gerade Schulen mit besonders großen Versorgungslücken müssen zügig berücksichtigt werden. Dafür sollte die Stadt den tatsächlichen Bedarf transparent erfassen und die Reihenfolge nachvollziehbar begründen. Gute Lernbedingungen dürfen nicht davon abhängen, wie hartnäckig eine einzelne Schulleitung auf technische Mängel aufmerksam macht.

Digitalisierung muss außerdem besser werden. Ein installiertes Gerät ist noch kein funktionierendes Schulnetz. Entscheidend sind eine ausreichende Abdeckung, genügend Kapazität für gleichzeitig arbeitende Klassen und ein verlässlicher Betrieb. Zur Abnahme gehört deshalb ein Praxistest unter realistischen Bedingungen.

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Dass Wartung Bestandteil der Ausschreibung ist, ist richtig. Schulen brauchen darüber hinaus klare Zuständigkeiten, erreichbaren technischen Support und verbindliche Reaktionszeiten bei Störungen. Lehrkräfte sollen unterrichten können. Die Betreuung der Infrastruktur muss professionell organisiert sein.

Auch bei den Kosten braucht es Transparenz. Die Öffentlichkeit sollte nachvollziehen können, welche Leistungen beauftragt werden, welche laufenden Kosten entstehen und welche Ergebnisse damit erreicht werden. Wirtschaftlich ist eine Lösung dann, wenn sie über Jahre zuverlässig funktioniert und sich sinnvoll erweitern lässt.

Mein Anspruch ist klar: Köln muss bei der Digitalisierung schneller werden und die Qualität konsequent am Schulalltag messen. Die neue Ausschreibung bietet dafür eine Chance. Verwaltung und Politik müssen jetzt dafür sorgen, dass daraus verlässliche Verbesserungen entstehen – mit klaren Terminen, überprüfbaren Ergebnissen und Technik, auf die sich Schulen verlassen können.

Quelle: Vergabeplattform der Stadt Köln, Verfahren 2026-0064-12.

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